Der Fachblog für CE-Kennzeichnung

Maschinensicherheit in den USA (1) - Überblick im Behördendschungel

Erstellt von Louis Guerrero am 09.02.24 10:37

Die USA sind für europäische Maschinenhersteller ein interessanter Absatzmarkt. Doch vor dem Import stellen sich einige Fragen zur Maschinensicherheit: Wie ist sie in den USA geregelt? Welche Anforderungen müssen erfüllt sein? Wer nimmt die Maschine ab?

Im ersten Teil unserer Blog-Reihe zur Maschinensicherheit in den USA wenden wir uns den Regularien und Behörden zu.

CE-Kennzeichen für den Import von Maschinen in die USA

Das CE-Kennzeichen ist vorhanden und schon kann eine Maschine in die USA importiert werden? So leicht ist es leider nicht. Zwar ist das CE-Kennzeichen eine gute Grundlage, jedoch wird dieses in den USA nicht um die Maschinensicherheit auch in den USA erfüllen zu können. Es allein reicht aber nicht, da es nur innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), sowie den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) anerkannt ist.

EU und USA handhaben Maschinensicherheit unterschiedlich: Während  Richtlinien und Normen der EU stark auf die elektrische Sicherheit fokussieren, sind in den USA die Anforderungen an den Brandschutz ungleich höher und komplexer. Hinzu kommen technisch bedingte Unterschiede: In Nordamerika gibt es zum Beispiel unterschiedliche Stromkreisarten und auch die Symbole sind nicht die gleichen. Davon abgesehen kann eine Maschine natürlich auch so gebaut werden, dass sie den Gesetzen und Anforderungen der EU und der USA entspricht.

Die Konformitätserklärung reicht nicht

Eine Konformitätserklärung seitens des Herstellers ist in den USA nicht vorgesehen. Stattdessen wird die Maschinensicherheit von Produktstandards, Brandschutzvorschriften, elektrischen Codes und nationalen Gesetzen geregelt, ein Konglomerat aus Normen, Richtlinien und Vorschriften. Die Einhaltung der Regularien wird von Bundes-, Landes- und /oder Kommunalbehörden überprüft: Vor der Inbetriebnahme inspiziert eine lokale Behörde, Authorities Having Jurisdiction (AHJ), die Maschine und gibt sie frei.

Folgende Organisation regeln die Maschinensicherheit in den USA:

·      Occupational Safety & Health Administration (OSHA)

·      American National Standards Institute (ANSI)

·      Underwriters Laboratories (UL)

·      National Fire Protection Association (NFPA) 


Occupational Safety & Health Administration (OSHA) für den Arbeitsschutz

Die OSHA ist eine Agentur des US-Arbeitsministeriums. Ihr Arbeitsschutzgesetz (OSHA Act) verpflichtet Arbeitgeber dazu, einen sicheren Arbeitsplatz zu gewährleisten; seine Generalklausel bestimmt, dass am Arbeitsplatz keine gravierenden Gefahren auftreten dürfen. Dafür legt die OSHA Normen fest, die eingehalten werden müssen: Die Richtlinien für die Arbeitssicherheit definiert zum Beispiel der Occupational Safety and Health Standard OSHA 29 CFR1910. Er ist damit auch Teil des Standards für Maschinen in den USA.

OSHA-Vorschriften sind mit europäischen Richtlinien vergleichbar, allerdings gehen sie mehr ins Detail, und formulieren konkrete, spezifische und vorgeschriebene technische Anforderungen, wie Normen, während europäische Richtlinien in der Regel abstrakter formuliert sind. Ein weiterer Unterschied besteht im Adressaten: EU-Richtlinien sind in erster Linie für Hersteller von Maschinen gedacht, OSHA-Normen richten sich an alle Beteiligten: Hersteller, Erbauer, Betreiber und somit auch die Arbeitgeber bzw. das Management.

In den meisten US-Staaten regeln die OSHA-Vorschriften Arbeitssicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Es gibt aber auch Bundesstaaten, die eigene Normen erlassen – teilweise auch zu Gefährdungen, die von den OSHA Standards nicht abgedeckt werden. Die OSHA schreibt ebenfalls vor, dass, sollten Staaten eigene Standards definieren, diese mindestens so effektiv wie die national gültigen Normen sein müssen.

American National Standards Institute (ANSI) für freiwillige Industriestandards

Zu den verpflichtenden OSHA-Vorschriftenkommen Arbeitssicherheits-Standards hinzu, die mit freiwilligen Industriestandards vergleichbar sind. Diese werden vom American National Standards Institute (ANSI) formuliert und koordiniert, einer privaten Organisation. ANSI-Normen können allerdings verpflichtend sein, wenn sie Teil eines Vertrags sind. Oft basiert eine verpflichtende OSHA-Norm auf einer alten ANSI-Norm.

Underwriters Laboratories (UL) – Normen für elektrische Komponenten

Underwriters Laboratories ist eine private Organisation, die Sicherheitsnormen für elektrische Geräte und Komponenten herausgibt – ihr Fokus liegt auf der Abwehr von Bränden und Stromschlägen. Eine typische UL-Norm ist die UL 508A für industrielle Steuerschränke. Hier ist der Knackpunkt, dass sich UL-Normen stark von internationalen IEC-Normen (International Electrotechnical Commission) und europäischen EN-Normen unterscheiden können. Teilweise sind sie sogar widersprüchlich. Manche UL-Normen gibt es auch als ANSI-Normen, da sie bei der ANSI eingereicht wurden.

National Fire Protection Association (NFPA) - Brandschutz und NEC

Die National Fire Protection Association ist eine gemeinnützige Organisation, die den National Electrical Code (NEC) als ANSI/NFPA 70 herausgibt. Der NEC definiert die Standards für die sichere Installation elektrischer Leitungen, um Brände und elektrische Unfälle zu verhindern. Der ANSI/NFPA 79 Standard, ebenfalls von der NFPA veröffentlicht, ist der elektrische Standard für industrielle Maschinen und ist mit der EN/IEC 60204-1 Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstungen von Maschinen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen vergleichbar. Zwar ist seine Einhaltung eigentlich freiwillig, manche Bundesstaaten und Behörden fordern ihn aber ein.

Nationally Recognized Testing Laboratories (NTRL) – die akkreditierten Prüflabore

Staatlich anerkannte Prüflabore, die Nationally Recognized Testing Laboratories (NRTL), stellen Zertifizierungen für die Einhaltung von OSHA,- ANSI,- und UL-Anforderungen und Normen aus. Die OSHA veröffentlicht Listen mit jenen Prüfstellen, die akkreditiert sind – dazu zählen auch deutsche Organisationen wie dem TÜV Rheinland oder TÜV SÜD.

Eine Maschine gilt zum Beispiel nur dann als sicher, wenn ihr ein NRTL ein Prüfzeichen ausstellt. Auch UL-Anforderungen werden überprüft; ein Prüfzeichen bestätigt die Einhaltung von UL-Normen. Die OSHA fordert dies sogar für fast alle elektrischen Geräte und Kabel an Arbeitsplätzen. UL-Zertifizierungen sind zudem für die lokale Abnahme von Maschinen von Bedeutung: Inspektoren orientieren sich an ihnen im Bereich der Elektrotechnik, Maschinen ohne Prüfzeichen werden in der Regel nicht abgenommen.

Maschinensicherheit: So greifen die Regelungen der US-Behörden ineinander

Die OSHA reguliert den Produktionsstandort und/oder die Fabrikhalle, ANSI unterstützt bei Treppen, Plattformen und Strukturen. UL sind für Komponenten, Motorsteuerungen, Förderbänder oder Formpressmaschinen zuständig. UL formuliert auch die Norm für die Feuerbeständigkeit von Materialien wie Dachziegeln und Isolationsarten. Der National Electrical Code wiederum regelt die elektrische Sicherheit der Installation und Verkabelung der Komponenten.

Beispiel: An einem Förderband werden die Steckverbinder, die Kabel für die Steuerung, die Stromversorgung und die Benutzeroberfläche mit Touchscreen durch eine UL-Norm geregelt. Die Konstruktion muss auch den OSHA/ANSI-Normen entsprechen. Die ANSI-Vorschriften werden auch bei der Montage durch das Bedienpersonal angewendet. OSHA schreibt auch ANSI-Sicherheitsmaßnahmen wie Treppen, Geländer und Fallschutzsysteme vor.

Maschinensicherheit in den USA einfach umsetzen – mit CE-CON

Welche Vorschriften und Richtlinien gelten nun für mein Produkt? Brauche ich das Prüfzeichen eines NTRL und wenn ja von welchem? Für diese Fragen stehen wir gern zur Verfügung: CE-CON ist Experte für internationale Konformität mit einer Niederlassung in den USA. Wir beraten und unterstützen bei Fragen zur Maschinensicherheit und zur Konformität in den USA, aber auch für Kanada und Teile von Mittel- und Südamerika.

Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Arbeitssicherheit, CE-Kennzeichnung, EG-Konformitätserklärung, Maschinenrichtlinie, Richtlinien und Normen, Internationale Konformität

LoTo (Lockout-Tagout) - Prozeduren mit der Software CE-CON Safety

Erstellt von Sven de Vries am 31.01.24 14:15

In der modernen Arbeitswelt, in der die Gewährleistung der Sicherheit bei der Maschinenwartung von größter Bedeutung ist, bietet das Lockout-Tagout-Verfahren (LOTO) eine unverzichtbare Lösung. LOTO sorgt dafür, dass die Maschinen während der Wartungsarbeiten energiefrei und damit sicher sind. Durch das Abschalten von Energiequellen (Lockout) und die Kennzeichnung dieser Abschaltung mit speziellen Vorrichtungen und Hinweisen (Tagout) minimiert LOTO das Risiko von Unfällen und Verletzungen.
Dieser Artikel zeigt, wie die CE-CON Safety Software das LOTO-Verfahren ab sofort unterstützt und rationalisiert und einen strukturierten und effizienten Ansatz für die Verwaltung von LOTO-Verfahren bietet. Um das LOTO-Modul in der Software zu aktivieren, fordern Sie einfach den Zugang bei unserem Support an.



Ein LOTO-Projekt in CE-CON Safety anlegen

Loggen Sie sich nun im Browser auf mit Ihren Zugangsdaten ein.
Um ein neues LoTo-Projekt anzulegen, klicken Sie in der Menüleiste links auf 'Projekt' und im Drop-Down-Menü auf 'Neu'.
Wählen Sie im sich öffnenden Dialog als Kategorie 'Lockout-Tagout' aus und klicken Sie auf 'Auswählen und weiter'. Markieren Sie die Zeile 'Lockout-Tagout' und klicken Sie auf 'Auswählen und weiter', um den Projekttyp zu bestätigen.

Sie können Ihr LoTo-Projekt entweder als neuen Datensatz anlegen oder aus einer Vorlage wählen. Letzteres ist empfehlenswert, wenn Sie mehrere ähnliche Maschinen oder Anlagen betreiben. Treffen Sie Ihre Auswahl und klicken Sie dann auf 'Schließen'.

Geben Sie Ihrem LoTo-Projekt im nächsten Fenster einen Namen und setzen Sie den 'Projektstatus' auf 'In Arbeit'. Sie können bei Bedarf weitere Informationen wie eine Projektnummer oder eine Beschreibung hinzufügen und dann auf 'Erstellen' klicken.

Anschließend werden Sie auf die Startseite des neuen LoTo-Projekts weitergeleitet.

Ein LoTo-Produkt in CE-CON Safety anlegen

Um eine LOTO-Prozedur in CE-CON Safety anzulegen, wird zunächst ein Projekt erstellt, das im linken Feld erscheint.

In Ihrem LoTo-Projekt können Sie nun LoTo-Produkte anlegen.

Diese repräsentieren Betriebsstätten oder Betriebshallen, in denen die abschaltbaren Einheiten (Maschinen) lokalisiert sind. Markieren Sie Ihr LoTo-Projekt, klicken Sie auf den Reiter 'Produkt' und anschließend auf 'neues Produkt anlegen'.
Entscheiden Sie, ob Sie es neu anlegen oder eine Vorlage nutzen möchten. Nachdem Sie die Daten für Ihr LoTo-Produkt eingegeben haben, etwa die Bezeichnung 'Halle Spritzguss' und eine Beschreibung, klicken Sie auf 'Erstellen'.

Sobald Ihr Produkt angelegt ist, werden Sie von CE-CON Safety zur Startseite Ihres LoTo-Projekts weitergeleitet, wo Sie Ihr neues Produkt im linken Navigationsbaum finden."


LOTO-Komponente in CE-CON Safety anlegen

Jetzt können Sie eine LoTo-Komponente (eine Maschine oder eine schaltbare Einheit) erstellen, auf der Sie eine Prozedur erstellen wollen.

1. Klicken Sie dazu auf das Produkt und dann auf die Registerkarte Komponenten.

2. Klicken Sie auf das Pluszeichen, um eine neue Komponente zu erstellen.

3. Wählen Sie, ob Sie eine LoTo-Komponente neu oder aus einer Vorlage erstellen möchten, und klicken Sie dann auf „Schließen“.

4. Benennen Sie die Komponente, laden Sie Dokumente und Bilder hoch, erfassen Sie alle relevanten Daten für die Prozedur und dem Verantwortlichen. Außerdem kann ein Übersichtsplan der Abschaltpunkte an der Maschine gespeichert werden.

Klicken Sie auf Erstellen und fortfahren, später können Sie die Daten auch noch mal ändern.

5. Im nächsten Schritt können Sie optional Normen auswählen und zuweisen, die sich auf die LoTo-Komponente beziehen.

6. Wählen Sie den gewünschten Standard aus und klicken Sie auf Standard zuweisen und schließen.

7. Im linken Navigationsbaum wird der Strukturbaum angezeigt, wobei die neuen Komponenten unten aufgeführt sind.

Die Gefahrenstelle

CE-CON Safety legt automatisch unter jeder Komponente eine Gefahrenstelle (das „Bauteil selbst“) an. Diese Gefahrenstelle kann auf der Registerkarte Details bearbeitet werden, dazu klicken Sie auf den auf den Stift neben der Gefahrenstelle im linken Navigationsbaum an und klicken Sie auf das grüne Häkchen, um die Änderungen zu speichern.
Gefahrenstellen finden Sie im Navigationsbaum links.
Wenn Sie darauf klicken, haben Sie die Möglichkeit, „Relevante Lebensphasen“, „Relevante Gefährdungen“ oder „Maßnahmen“ hinzuzufügen in separaten Registerkarten hinzuzufügen.
Unter „Relevante Lebensphasen“ werden die an der Maschine ausgeführten Aktivitäten aufgeführt.

Relevante Gefährdungen in LoTo-Software hinzufügen

Nun bestimmen Sie die Gefahren, also die Energien, die berücksichtigt werden müssen.
Relevante Gefährdungen müssen immer einer Lebensphase zugeordnet werden.
1. Wählen Sie dazu zuerst die entsprechende Lebensphase Ihres LoTo-Produkts im Navigationsbaum aus. Über das Pluszeichen können Sie eine relevante Gefährdung hinzufügen:
2. Wählen Sie im nächsten Fenster eine oder mehrere der vorgeschlagenen Gefährdungen aus und klicken Sie auf 'Hinzufügen'.
Die ausgewählten Energien finden Sie nun unter der entsprechenden Lebensphase im Navigationsbaum."

LoTo-Maßnahmen (Abschaltpunkte) hinzufügen

Der Strukturbaum in CE-CON Safety zeigt die Abfolge von Projekt, Betriebsstätte, Maschine, Lebensphase und Maßnahme.

Für jede Tätigkeit und Energie können Sie nun die entsprechenden Maßnahmen (Abschaltpunkte) festlegen. Diese Maßnahmen müssen einer Lebensphase und einer Energie zugeordnet werden.

1. Wählen Sie hierfür die betreffende Energie unter der Lebensphase im Strukturbaum aus und klicken Sie auf das Pluszeichen. Geben Sie im Fenster 'Maßnahme erstellen' die erforderlichen Informationen ein, wie Bezeichnung und Referenzkürzel.

2. Erfassen Sie, welche Hilfsmittel benötigt werden und wie die Energiefreiheit überprüft wird. Nach dem Klick auf 'Erstellen und weiter' können Sie relevante Normen auswählen und zuweisen.

Im Navigationsbaum sehen Sie dann die zugewiesene Maßnahme bzw. den Abschaltpunkt."

Neue Lebensphase anlege

Sie haben die Möglichkeit, für betriebsspezifische Tätigkeiten eine eigene Lebensphase anzulegen.

1. Wählen Sie dafür die Gefahrenstelle aus und klicken Sie auf 'Relevante Lebensphasen', gefolgt von einem Klick auf das Pluszeichen.

2. Im daraufhin erscheinenden Fenster 'Lebensphase erstellen' benennen und beschreiben Sie die neue Lebensphase und klicken dann auf 'Erstellen'.

3. Wählen Sie im Fenster 'Lebensphasen hinzufügen' die erstellte Lebensphase aus und fügen Sie sie mit einem Klick zur Komponente hinzu.
Diese erscheint anschließend im Strukturbaum unter den anderen Lebensphasen der Gefahrenstelle.

Die LoTo-Prozedur in der Software generieren

Sobald alle Tätigkeiten (Lebensphasen) und die dazugehörigen Abschaltpunkte (Maßnahmen) erfasst sind, können Sie die LoTo-Prozedur in der Software erstellen.
Markieren Sie hierfür die entsprechende Komponente und klicken Sie auf das Drucker-Symbol. Möchten Sie für das gesamte LoTo-Projekt alle Prozeduren generieren, erstellen Sie einen Gesamtbericht am Projekt.

Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Arbeitssicherheit, LoTo - Lockout Tagout, Software CE-CON Safety

Lockout Tagout (LOTO): Vier verbreitete Fehlannahmen

Erstellt von Peter Roßmann am 17.01.24 09:28

"LOTO macht einen Haufen Mehrarbeit"!

"LOTO ist nichts für kleine Betriebe"

"Wieso LOTO? Wir haben doch PSA!"

Das Lockout-Tagout-Verfahren (LOTO) sichert Restenergien in Maschinen und Anlagen und macht so eine sichere Wartung und Instandhaltung möglich. Wir wenden uns heute den gängigen Fehlannahmen zu und versuchen aufzuklären. 

LOTO bedeutet einen hohen Mehraufwand für die Instandhaltung

Es ist richtig, dass das Lockout-Tagout-Verfahren für die Instandhalter zusätzliche Arbeitsschritte bedeutet, schließlich müssen die Energien abgestellt, Kugelhähne oder Drehräder mit dem richtigen Schloss oder LOTO-Hilfsmittel gesichert und mit einem Etikett markiert werden. Gute LOTO-Prozeduren können diese Zeit aber verkürzen: Denn je besser die Anweisungen sind, desto weniger Zeit benötigen die Instandhalter für LOTO. Lockout Tagout reduziert den Aufwand für die Instandhaltung noch an anderer Stelle: Im Stress der Produktion und im Zeitdruck müssen sich Instandhalter nicht bei jeder Reparatur und Wartung überlegen, wo die Gefährdungen der Maschine liegen und wie sie diese abschalten können. Stattdessen folgen sie einfach den definierten LOTO-Prozeduren. Nehmen sich Unternehmen also die Zeit, einmal die Gefährdungen im Rahmen des LOTO-Programms zu erfassen und Prozeduren zu erarbeiten, sparen sie diese Zeit bei jeder Reparatur oder anderen Arbeiten an der Maschine.

Wie hoch der Aufwand für Lockout Tagout an der einzelnen Maschine ist, variiert. Fahren mit der Elektrik auch die Pneumatik und andere Energien herunter, kann es ausreichend sein, die Maschine mit einem Schloss und einem Tag zu versehen und sie ist im Sinne von LOTO sicher. Es ist aber auch möglich, dass eine Anlage mit zehn Prozessgasen, welche nur mechanisch zu verriegeln sind, gespeist wird. Dann muss jedes mit einem LOTO-Hilfsmittel zum Beispiel am Handrad abgeschlossen werden

LOTO ist nur für große Anlagen relevant

Eine Fehlannahme ist, dass Lockout Tagout nur für große Industrieanlagen wichtig ist. Schließlich passieren Unfälle auch an kleinen Maschinen und in kleinen Unternehmen. Deswegen ist ein LOTO-Programm für Unternehmen mit Maschinen und Anlagen unabhängig von ihrer Größe sinnvoll. Da von Maschinen und Anlagen unterschiedliche Risiken ausgehen können, ist es wichtig, pro Maschine präzise LOTO-Prozeduren zu erstellen - eben nicht nur für die ganz großen, sondern für alle.

LOTO ist überflüssig, wenn persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen wird?

Viele gehen davon aus, dass LOTO durch das Tragen persönlicher Schutzausrüstung komplett entfallen kann - schließlich hat man bereits etwas für die Sicherheit getan.

Doch PSA kann nie eine Gefährdung im Vorfeld komplett verhindern, sondern begrenzt zumeist nur den Schaden. Sie ist wird also erst im letzten Schritt eine korrekten Risikominderung herangezogen.

Eine Kombination aus LOTO und PSA schafft dagegen eine sichere Arbeitsumgebung. Beides alleine reicht oft nicht aus um für Sicherheit zu sorgen.

Zum Beispiel: Man kann eine heiße Oberfläche nicht einfach abschalten - hierfür benötigt man dann Handschuhe, die dabei helfen. So greifen LOTO und PSA ineinander und erhöhen beide gemeinsam die Sicherheit am Arbeitsplatz.

Das LOTO-Programm muss ständig weiterentwickelt werden

Das LOTO-Programm entspricht einem Lehrbuch und pro Maschine werden einzelne , spezifische Anweisungen erarbeitet. Das Programm muss zwar hin und wieder auf seine Aktualität hin geprüft werden, im Großen und Ganzen steht es aber langfristig. Einzelne Anweisungen können sich zum Beispiel wegen Reparaturen, Umbauten oder neuen Konfigurationen und Prozessen verändern. Möglicherweise müssen auch neue Sicherheitsvorschriften berücksichtigt werden. Dieser Aufwand hält sich insgesamt aber in Grenzen - steht Lockout Tagout einmal, dann sind die notwendigen Aktualisierungen überschaubar. 

Der Aufwand besteht anfangs darin sich einmal mit den gefährlichen Energien und Auswirkung der Maschine im Rahmen der LOTO-Prozedur zu beschäftigen. Anschließend lässt sich vieles in Automatismen effektiv umsetzten.

LOTO mit intelligenter Software umsetzen

LOTO geht künftig noch einfacher: Mit unserer Software CE-CON Safety lassen sich das LOTO-Programm und LOTO-Prozeduren erstellen und dokumentieren - geplant ist die Funktionserweiterung für LOTO noch in 2024.

Übrigens: Wir unterstützen nicht nur dabei, LOTO aufzusetzen, wir helfen auch, es ins Laufen zu bekommen und am Laufen zu halten. Mit Audits und Überprüfungen des LOTO-Programms können wir Schwachstellen identifizieren und Möglichkeiten zur Verbesserung aufzeigen. Wir unterstützen auch gern bei der Schulung der Mitarbeitenden und stellen so sicher, dass sie stets die aktuellen Verfahren und besten Praktiken anwenden. 


Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Arbeitssicherheit, LoTo - Lockout Tagout, Software CE-CON Safety

Die Schoko-Nikolausrichtlinie -  Genormter Umweltschutz

Erstellt von Lucia Gefken am 15.12.23 12:48

Pünktlich zur Weihnachtszeit wird mir in den sozialen Medien die sogenannte „Schoko-Nikolaus-Richtlinie“ angezeigt. Hört sich lecker an und hat mein Interesse geweckt. Müssen Nikoläuse ein bestimmtes Maß oder Aussehen haben, um als Nikolaus angeboten zu werden? Und wie schaut es eigentlich mit den Weihnachtsmännern aus? Sind die auch betroffen?

Die Schokoladenrichtlinie

Eine kurze Recherche und zwei Schoko-Weihnachtsmänner später ist mir klar: Was lustig anmutet, ist wichtiger denn je. Denn der offizielle Name der Richtlinie VDI 3893 lautet „Emissionsminderung -Anlagen zum Rösten von Kakao und zur Herstellung von Schokoladenmassen“. Also betrifft diese Richtlinie nicht nur die frisch verzehrten Schokoholkörper, sondern auch die Pralinen in meinem Adventskalender, die Kuvertüre auf dem Kuchen und die Schokostreusel auf dem Frühstücksbrot. In der Richtlinie finden sich Informationen über die einzelnen Verfahrensstufen zur Herstellung von Schokoladenmassen. Außerdem werden die dabei auftretenden Emissionen von luftverunreinigenden Stoffen fokussiert und erklärt, wie diese zu messen und minimieren sind. Eine Richtlinie also, die sich positiv auf die Umwelt auswirken sollte.

Mehr als nur leere Worthülsen - Richtlinien schaffen Klarheit

Normen und Richtlinien sind also nicht nur komplizierte Wortgebilde, die kaum ein normaler Mensch ohne Interpretationshilfe versteht und sind nicht erfunden worden, um unseren Arbeitsalltag zu erschweren. Sie sind nützlich, wenn auch in der Umsetzung oft ärgerlich. Wir haben bereits in früheren Texten gelernt, dass sie uns vor Arbeitsunfällen schützen und unsere Produkte sicher machen, damit uns nichts passiert. Oder sie bewahren uns vor großem Chaos, weil zum Beispiel Papiergrößen genormt sind und wir nicht für jeden neuen Drucker eine andere Papiergröße kaufen müssen – es reicht schon, dass bisher mit jedem neuen Elektronikgerät ein neues Ladekabel angeschafft werden musste. Übrigens wird auch hier eine neue Richtlinie für einheitliche Ladekabel sorgen und der Suche nach dem richtigen Kabel im Spaghetti-Haufen hoffentlich bald ein Ende bereiten.                                                                                                          Auch die Umwelt soll von Richtlinien und Normen profitieren.

Richtlinien als Beitrag zum Umweltschutz

Ein wichtiger Baustein in der umweltfreundlichen Richtlinien- und Normenwelt ist sicherlich der
europäische Grüne Deal, mit dem geregelt ist, wie wir zum Beispiel in Zukunft mit den Ressourcen umgehen und eine Kreislaufwirtschaft schaffen. Der nachhaltige Gedanke war sicher auch (neben den Kosten) ein Hauptfaktor, warum wir laut Maschinenverordnung zukünftig unsere Betriebsanleitungen nicht mehr zwingend in Papierform bereitstellen müssen. Auch die neue Ökodesign-Verordnung wird zukünftig noch weiter zur Regelung der Ressourceneffizienz und somit zum Umweltschutz beitragen.

Dabei soll der digitale Produktpass helfen. Denn damit können Lieferketten besser zurückverfolgt und bedenkliche Stoffe schneller identifiziert werden.
Auch rechtliche Forderungen an Nutzungs-Informationen über die richtige Entsorgung, Wartung und Reparatur eines Produkts, etwa in Form von Betriebsanleitungen, sind am Ende nicht nur
Maßnahmen zum Schutz der Personen, die damit arbeiten, sondern ein Beitrag zum Umweltschutz. Denn wer die notwendigen Wartungstätigkeiten durchführt, die Filter regelmäßig austauscht oder auf ausreichend Schmierfett am Motor achtet, hat länger was von seinem Produkt und muss nicht frühzeitig ein Neues kaufen. Das sehen wir am deutlichsten am Verbrennermotor unserer Autos. Wenn wir hier die Kontrollleuchten ignorieren und Wartungsintervalle vernachlässigen, wird unser fahrbarer Untersatz im schlimmsten Fall den Dienst quittieren. Normen und Richtlinien sind oft ein Ärgernis, können aber je nach Anforderungen zum Umweltschutz beitragen – nicht nur bei den
Nikoläusen.


Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Über CE-CON, Technische Dokumentation

Die vier zentralen Fehler bei der LOTO-Einführung

Erstellt von Peter Roßmann am 13.12.23 10:36

LOTO – Lockout Tagout – ist ein Verfahren des Arbeitsschutzes: Dabei werden alle Energien einer Maschine oder Anlage abgesperrt und markiert (lockout = abschließen, tagout = kennzeichnen). Es wird für regelmäßig wiederkehrende Arbeiten wie Reinigung und Instandhaltung eingesetzt, da in dieser Lebensphasen der Maschine, das heißt außerhalb des Regelbetriebs, die meisten wirklich schweren oder tödlichen Unfälle passieren – wegen Restenergien, die eben nicht getrennt wurden. Wenn Unternehmen LOTO von vorneherein falsch angehen, können sie das Programm später aber nicht mehr vollständig und erfolgreich umsetzen. Diese vier Fehler sehen wir immer wieder. 

1. Einfach mal LOTO-Schlösser kaufen

Viele Unternehmen starten Lockout-Tagout ohne Struktur. Sie gehen den in ihrer Wahrnehmung einfachsten Schritt und kaufen LOTO-Equipment wie Schlösser, damit sie etwas in der Hand haben. Oft werden hierbei beispielsweise Schlösser mit einem falschen Schließmechanismus gekauft. Um es klar zu sagen: Das ist rausgeworfenes Geld und die falsche Herangehensweise. Denn LOTO benötigt die richtigen Umgebungsbedingungen, die passende Orgastruktur und entsprechende Prozesse. Unternehmen brauchen also einen Plan. Sie müssen ihr Ziel kennen und den Weg dorthin. Dafür müssen sie sich ein LOTO- Programm und eine Struktur überlegen und ihre Abläufe in der Wartung abbilden. Das LOTO-Verfahren sollte in die bereits vorhandenen Strukturen eingebunden werden. Auf dieser Basis können Unternehmen später die notwendigen LOTO-Materialien viel gezielter einkaufen und außerdem noch Geld sparen. Wir von CE-CON beraten und unterstützen beim Aufsetzen eines LOTO-Programms und beantworten alle Fragen.

2. Lockout-Tagout der Belegschaft überstülpen

Die Anforderung, ein Lockout-Tagout-Programm aufzusetzen, kommt in der Regel von der Konzernmutter oder als Reaktion auf einen Unfall im Betrieb. Weil in der Wahrnehmung der Geschäftsführung die Instandhaltung verändert werden muss, wird LOTO der Belegschaft von oben übergestülpt. Genau das sollten Unternehmen vermeiden. Der Grundgedanke von LOTO ist, dass sich der Instandhalter selbst bei seiner womöglich gefährlichen Arbeit sichern kann. Falls die Prozesse falsch angegangen werden, wird es dagegen oft als Konzernvorgabe empfunden. Weitere Handgriffe im normalen Ablauf werden dafür notwendig und es ist wahrscheinlich, dass die Instandhaltung die LOTO-Prozeduren zunächst als unnötig ansieht. Deswegen muss die Belegschaft richtig abgeholt werden: Steht sie Lockout-Tagout nicht offen gegenüber, kann es nicht gelingen, das Programm langfristig zu implementieren. Die Anwender müssen dahinterstehen. Unternehmen müssen also klarmachen, worum es geht; es braucht Ansprechpartner und der Prozess muss überwacht werden. Es reicht nicht, dem Personal LOTO-Schlösser und eine Arbeitsanweisung in die Hand zu drücken.

3. Der Maschinenpark ist nicht LOTO-fähig

Wir haben schon festgestellt, dass das LOTO-Programm vor dem Equipmentkauf stehen muss. Anders formuliert: Unternehmen müssen wissen, wo Lockout-Tagout umsetzbar ist und wie – und das kann eine Herausforderung sein, denn oft ist der Maschinenpark gar nicht LOTO-fähig. Der Instandhalter ist schlicht nicht in der Lage, die Energien einer Maschine mit seinem Schloss abzuriegeln, wenn sich manche Abschaltpunkte mit dem Schloss nicht trennen oder manche Energien sich nicht abschalten lassen: Etwa, wenn die Pneumatikzuleitung in drei Bearbeitungszentren führt, es aber nur einen Haupthahn gibt, um sie abzustellen. Lockout-Tagout für nur eines der Zentren ist damit nicht möglich – es müsste eine untergeordnete Wartungseinheit eingebaut werden.

Oft geht eine Art Inventur dem Einführen von Lockout-Tagout voraus: Unternehmen benötigen eine Liste aller Maschinen, um in Erfahrung zu bringen, inwieweit diese mit welchen Energien verbunden sind und wie man sie trennen kann. Wichtig dabei ist, dass man sich mit seinen vorhandenen Strukturen und auch den Maschinen beschäftigt bevor das Verfahren einfach gemacht wird. In der Regel sind Anlagen über Jahre hinweg gewachsen und deswegen nicht LOTO-fähig, es gibt aber auch Optimierungsbedarf bei Unternehmen mit neuen Maschinenparks. Ist eine Maschine nicht LOTO-fähig, ist ein Workaround mit anderen Hilfsmitteln notwendig, um ihre Energien sicher abzustellen. Das dauert immer länger.

Die gute Nachricht: Für die Umrüstung ist in der Regel kein Riesenbudget notwendig. Manchmal reicht es, einen Kugelhahn oder ein Handrad zu implementieren, um eine Energie absperren zu können, oder eine Leitung umzulegen.

Heißt: nicht einfach alles wegwerfen, sondern das Verfahren passend auf die Strukturen umsetzen und eben auch auf die vorhandenen Maschinen. Neue Anlagen können direkt so eingebaut werden, dass das LOTO-Verfahren durchgeführt werden kann. CE-CON ist bei der Beratung behilflich und unterstützt dabei, LOTO-Vorlagen und -Anweisungen (LOTO-Prozeduren) zu erstellen.

4. Lockout-Tagout bleibt leblos

Dem LOTO-Programm Leben einzuhauchen, ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen: Mit einer Schulung nach der Schicht ist das aber nicht getan. Es reicht auch nicht, dem Team das Programm zu überreichen und seine Anwendung vorzugeben. Dann bleiben die aufwändig erstellten LOTO-Prozeduren in der Schublade liegen und das erwünschte Ergebnis – mehr Arbeitssicherheit – stellt sich nicht ein.

Damit Lockout-Tagout mit Leben erfüllt und zum Automatismus wird, sind internes Marketing genauso wie regelmäßige Audits erforderlich. Die Personen müssen um die Bedeutung des Themas Arbeitssicherheit wissen und selbst die Motivation mitbringen, sie zu leben. Vorgesetzte müssen es vorleben.

Gute visuelle Darstellungen erleichtern die Anwendung, Sicherheitsunterweisungen und Aushänge halten das Programm in Erinnerung. Es ist sinnvoll, Schulungen für die Instandhaltung in engerer Taktung anzubieten, auch um Personalwechsel abzufangen. Beispielhafte Reparaturen mit LOTO-Prozedur an einer Anlage können zeigen, wie das Programm angewendet werden kann. Auch die Verantwortung muss an den richtigen Stellen liegen. Die Teamleiter der Instandhaltung überwachen die Durchführung des LOTO-Programms und Unternehmen brauchen Klarheit, wen sie aus welcher Ebene ins Boot holen.

Unsere Berater von CE-CON unterstützen gern dabei, das LOTO-Programm zu implementieren, Probleme zu lösen und es mit Leben zu füllen.

Einfache LOTO-Anweisungen mit CE-CON Safety erstellen

LOTO-Anweisungen sind der Kern des LOTO-Verfahrens. Sie sollten kurz und prägnant sein, mit wenig Text und mit aussagekräftigen Bildern, und schnell greifbar aufbewahrt werden. Die LOTO-Prozedur muss genau auf die Maschine passen und die Abschaltpunkte schnell zu finden und eindeutig beschriftet sein. Hat eine Maschine zum Beispiel eine Zuleitung mit vier Kugelhähnen, muss aus der Anweisung hervorgehen, welcher welcher Aufgabe hat. Die Maschine kann mit Schildern oder Aufklebern versehen werden, um zum Beispiel den elektrischen Abschaltpunkten eine fortlaufende Nummer zuzuordnen und für eine klare Beschriftung bzw. Betriebsmittelkennzeichnung zu sorgen.

Unsere Software CE-CON Safety erlaubt es künftig, diese LOTO-Anweisungen einfach zu erstellen. Mit den Vorlagen in CE-CON Safety, mit Textbausteinen und Ablaufbeschreibungen können LOTO-Anweisungen schnell erstellt werden, so dass nicht für die Vielzahl der Maschinen hunderte Worddokumente angelegt werden müssen.

Unser Tool mit dem neuen LOTO-Modul ist ab nächstem Jahr offiziell erhältlich.

Fotos der Maschinen können dann einfach hochgeladen werden und die Anweisung bei Bedarf auch auf dem Tablet erstellt werden. Auch der Aufwand der Inventur der Maschinen kann durch die Vorlagen minimiert werden.

Die Software wird auch bei der Systematik des LOTO-Programms unterstützen, also wie es geclustert werden kann und wie die Referenznummern für Maschinen sinnvollerweise vergeben werden sollten. CE-CON Safety hilft dann, hier Struktur zu erschaffen und Arbeit zu sparen.


Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Über CE-CON, Technische Dokumentation

Vergütungssysteme als Entwicklungschance

Erstellt von Maren Handwerk am 29.11.23 11:19

In der letzten Zeit werde ich oft gebeten, das Vergütungssystem von CE-CON vorzustellen.
Inspiriert von der New Pay Bewegung haben wir ein Bezahlmodell entwickelt, das
insbesondere Transparenz und Fairness als zentrale Kriterien beinhalten sollte. Als
Unternehmerin und damit einhergehend auch leidenschaftliche Organisationsentwicklerin
liegt mir aber auch das Entwicklungspotenzial meiner Kolleginnen und Kollegen sehr am
Herzen und somit sollte es eben kein statisches Modell sein, sondern Spielraum für
persönliche Entwicklung und Gestaltung bieten.

CE-CON: Bezahlmodell mit Entwicklungskomponente

Und genau hier steigen viele in meinen Vorträgen gedanklich aus und ich frage mich jedes
Mal, was es sein mag, was für Verwirrung sorgt? Ein statisches Modell ist schnell erklärt, da
kann man auf Tabellen, Graphiken oder Charts zurückgreifen, um es zu anschaulich zu
machen. Die Entwicklungskomponente hingegen birgt eine oft schwer greifbare Dynamik in
sich, die nicht so richtig in dieses Thema passen mag.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass niemand gern über Geld sprechen mag? Denn genau das passiert, wenn man sich von der rein statischen Betrachtung verabschiedet und den ganzen Menschen mit einbezieht.
Festzulegen, welche Gruppe, Stufe, Stelle oder Aufgabe welches Gehalt bekommt, ist das
eine – das ist ohnehin schon sehr komplex und macht einen Haufen Arbeit – aber man kann
es auch recht abstrakt halten, irgendwie statisch halt. Sich gemeinsam jedoch Themen
zuzuwenden, wie „Was ist uns unsere Arbeit wert?“ oder „Was bedeutet Leistung für mich?“
wird dann schon etwas haariger.

Plötzlich müssen sich alle Beteiligten mit Gedanken auseinandersetzen, die sie sich in tradierten Organisationsmodellen vielleicht gar nicht machen – oder zumindest nicht aussprechen mussten. Über Geld zu reden ist entweder auf eine Art schamhaft und tabuisiert oder es wird laut und offen eingefordert. Aber ein differenzierter, sachlicher und ruhiger Austausch finden selten statt. Auch ich habe ihn erst lernen müssen.

Flexible Vergütung statt standardisiertes Gehaltsmodell

Als Führungskraft bleibt es mir allerdings auch nicht erspart, mich mit der Komplexität, die
Vergütung mit sich bringen kann, auseinanderzusetzen und ich kann die Verlockung, die ein
intransparentes oder auch standardisiertes Gehaltsmodell mit sich bringt, sehr gut verstehen.
Aber offenbar schützen sie uns nicht vor (oft auch öffentlichen) Debatten über ungleiche
Bezahlung oder verhärteten Tarifkonflikten, in denen es nur noch Kampf gibt.

Also gehe ich es doch direkt an und führe die Diskussion an der Quelle. Dabei muss vieles berücksichtigt werden. Die besondere Herausforderung ist es, den Menschen dort abzuholen, wo er ist. Ich widme mich Fragestellungen wie: „Hast du genug betriebswirtschaftliche Einblicke, um ein Gefühl für die Höhe deines Gehaltes zu bekommen?“, „Was brauchst du, um offen über deinen Gehaltswunsch zu sprechen?“, „Wie gehst du damit um, wenn du dich ungerecht bezahlt fühlst?“ oder auch ganz schlicht „Wie sehr möchtest du dich in dieser Diskussion überhaupt einbringen?“.

Jede Person setzt andere Prioritäten im Leben, mal ist es Geld, mal Zeit, mal Sinnhaftigkeit -
fast immer ist es ein Mix mit unterschiedlicher Gewichtung. Daher braucht es ein System,
das nicht nur transparent und fair ist, sondern das auch atmen und sich entwickeln kann.
Und das jedem den Raum gibt, sich so weit einzubringen, wie man es sich selbst zutraut.
Dabei muss es schlüssig und überschaubar sein und auch bleiben, nicht zu unterschätzende
Kriterien – denn schnell werden solche Systeme auch mal totdiskutiert.

 

Die Vergütungsfrage gehört zum Miteinander

Nun fragen Sie sich vielleicht, warum wir uns bei CE-CON die Mühe überhaupt machen?
Denn es ist richtig, dass es viel Arbeit macht, Zeit kostet und auch Geld. Ich behaupte nicht,
dass wir das richtige Modell gefunden haben, aber ich bin mir sicher, dass die alten Modelle
in Zukunft nicht mehr funktionieren werden.

Wir haben uns in weiten Teilen zu einer Arbeitsgesellschaft entwickelt, die vermehrt auf die Bereitstellung von Wissen, denn auf Produkte basiert. In vielen Bereichen wurde die Produktion fast vollständig automatisiert – was früher Hunderte hergestellt haben, machen nun wenige. Und diese sind meist hoch qualifiziert und fordern zu Recht Veränderung in Fragen der Teilhabe und der Mitgestaltung. Führung bedeutet zunehmend einen guten Umgang mit der Organisation von Expertisen, so dass etwas daraus entstehen kann, was die Welt braucht.

Die CE-CON ist hier gewissermaßen ein schönes Beispiel, denn erst aus dem Zusammenwirken unserer Beraterinnen und Berater und unseren Softwareentwicklerinnen und -entwicklern als Team ist etwas entstanden, was unseren Kunden Mehrwert bietet. So etwas könnte kein Chef der Welt von A bis Z durchplanen – es geht nur in einem fluiden Miteinander, indem
Spezialwissen und Kreativität in einen Prozess einfließen, der etwas Neues entstehen lässt.

Und dieses Miteinander hört nicht bei der Vergütungsfrage auf oder sollte es zumindest
nicht. Denn erst, wenn wir uns nicht nur mit der Entstehung von Mehrwert, sondern auch
mit seiner Verwendung verantwortungsbewusst auseinandersetzen, wird es rund. Und das
ist nicht nur in Unternehmen so, sondern gilt für alles, was wir tun.

 


Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Über CE-CON, Technische Dokumentation

Neue Maschinenverordnung, neue Reihenfolge der Anhänge

Erstellt von Jörg Handwerk am 22.11.23 10:28

Die Artikel der Maschinenrichtlinie und nun der zukünftigen Maschinenverordnung (MVO) stellen knapp und konkret die Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz von Maschinen dar. Sie referenzieren dabei auf die Anhänge, die weitere Details enthalten: Artikel 30 der Maschinenrichtlinie bestimmt zum Beispiel, dass für die Beurteilung einer benannten Stelle, die bei der Konformitätsbewertung involviert ist, die in Anhang XI genannten Kriterien erfüllt werden müssen.

Eine Änderung, die mit der neuen Maschinenverordnung nun einhergeht, ist die Neusortierung dieser Anhänge. Ihre Reihenfolge orientiert sich nicht mehr an der bekannten der Maschinenrichtlinie, sondern wurde neu geordnet. Eine Begründung lautet, dass die Nummerierung der Anhänge nun der Verweisreihenfolge im Rechtstext folge. Eine andere, dass sie jetzt die Prioritäten des Gesetzgebers widerspiegele.

Wichtige Änderungen im Anhang der Maschinenverordnung (MVO)

Das sind die wichtigsten Anpassungen:

  • Der bisherige Anhang IV (Hochrisikomaschinen) wird jetzt zum Anhang I.

  • Der bisherige Anhang I (Grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen bei Konstruktion und Bau von Maschinenprodukten) ist künftig Anhang III. Er beschreibt alle Gefahren, die an einer Maschine auftreten können und wird durch die MVO erweitert.

  • Anhang III beinhaltet künftig auch Vorgaben zur Cybersecurity gemäß der Cyber-Strategie der EU: So definiert der neue Abschnitt 1.1.9 Sicherheitsanforderungen hinsichtlich Schutz gegen Beeinflussung bzw. Korrumpierung; Abschnitt 1.2.1 bestimmt die Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit von Steuerungssystemen.

  • Anhang III tangiert auch die künstliche Intelligenz, hier benannt als “selbstentwickelndes Verhalten bzw. Logik". Die Risikobeurteilung nach MVO muss künftig auch Risiken berücksichtigen, die sich daraus ergeben.

  • Anhang II umfasst die nicht erschöpfende Liste der Sicherheitskomponenten.

  • Und Anhang IV beinhaltet Technische Unterlagen für Maschinenprodukte.

Außerdem wurden die Listen in den Anhängen teilweise stärker mit Kapiteln strukturiert und die Terminologie angepasst, um Unklarheiten zu beseitigen.

Hochrisiko-Maschinen: Von Anhang IV zu Anhang I der neuen Maschinenverordnung

Ein besonderer Fokus der neuen MVO liegt auf Anhang IV, jetzt Anhang I: Die Liste der Maschinen, die ein besonderes Konformitätsbewertungsverfahren benötigen, heißen jetzt Hochrisikomaschinen. Die EU befand, dass die Liste im Anhang IV der Maschinenrichtlinie veraltet ist und passte sie mit der neuen Maschinenverordnung bzw. dem neuen Anhang I dem technischen Fortschritt und neuen Szenarien und Maschinenarten an, etwa, wenn Künstliche Intelligenz bei Sicherheitsfunktionen zum Einsatz kommt. In Anhang I finden sich nun auch Maschinen, die künftig ein EG-Baumusterprüfverfahren erfordern. 

 

Obacht! Änderungen des Anhangs I der MVO im Auge behalten

Anhang I der MVO ist übrigens noch nicht finalisiert: Er kann von der EU ergänzt oder angepasst werden, was dann im EU-Amtsblatt veröffentlicht wird. Ein Datum, das man im Auge behalten sollte, ist hier der 20. Juli 2026: Dann muss die EU-Kommission einen Bericht über Unfallzahlen spezifischer Maschinen vorlegen, was sich auf den Anhang I der Maschinenverordnung auswirken könnte.

Maschinenbauer sollten Änderung dieses Anhangs beobachten, da sich diese auf das Konformitätsbewertungsverfahren von Maschinen auswirken. Möglicherweise wird für Maschinen, die nach harmonisierten Normen und damit unter angenommener Konformität hergestellt werden, zusätzlich ein EG-Baumusterprüfverfahren notwendig.

Probleme mit der neuen Anhang-Sortierung der Maschinenverordnung

Nun erscheint die Maschinenverordnung nicht in einem Vakuum: Richtlinien, Normen und Veröffentlichungen referenzieren einander - und damit auch die Anhänge der alten Maschinenrichtlinie. Aktuell werden Stimmen laut, die damit rechnen, dass es rund zehn Jahre in Anspruch nehmen wird, alle anderen Gesetze und Normen nachzuziehen und die Referenzen auf die neuen Anhänge zu aktualisieren. Das ist mit jeder Menge Bürokratie verbunden und eine Mammutaufgabe.

Neue Maschinenverordnung: das Wichtigste noch mal in Kürze

  • Die neue Maschinenverordnung (MVO) löst die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab, weil die EU neue technologische Entwicklungen in Sachen Daten- und Cybersicherheit bei der Maschinensicherheit abbilden will.

  • Die Maschinenverordnung soll Unstimmigkeiten klären, die Bestimmungen vereinfachen und vor allem vereinheitlichen, da sie 1:1 in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden muss und anders als eine Richtlinie keinen Interpretationsspielraum für die nationale Umsetzung lässt.

  • Die neue Maschinenrichtlinie wurde am 22. Mai 2023 vom Europäischen Rat verabschiedet und am 29. Juni 2023 im EU-Amtsblatt als Verordnung (EU) 2023/1230 veröffentlicht und ist 20 Tage danach in Kraft getreten.

  • Angewendet werden muss die MVO wegen einer Stichtagsregelung aber erst 42 Monate nach dem Inkrafttreten.

Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: EG-Konformitätserklärung, Maschinenrichtlinie, Technische Dokumentation

Risikobeurteilung mit CE-CON Safety: noch schneller arbeiten mit intelligenten Funktionen

Erstellt von Sven de Vries am 15.11.23 13:10
Unsere Software für Risikobeurteilungen, CE-CON Safety, hat eine technologische Transformation durchlaufen, um sie fit für die Zukunft zu machen. Unsere Entwickler haben diese Gelegenheit genutzt, um das Frontend zu optimieren, die Benutzerfreundlichkeit zu steigern und die Funktionalität zu erweitern. Das Ziel: Die Risikobeurteilung mit CE-CON Safety, soll nun noch intuitiver und schneller erfolgen.

Besonders hervorheben möchten wir zwei wesentliche Funktionsanpassungen:
die Möglichkeit, richtige Vorlagen zu nutzen und die erweiterte Regelwerksunterstützung.
Beide Features vereinfachen den Arbeitsprozess erheblich und sparen wertvolle Zeit.

 

Risikobeurteilungs-Software: Individuelle Konfiguration der Risikobeurteilungs-Vorlagen

CE-CON ermöglicht eine maßgeschneiderte Konfiguration von Risikobewertungsvorlagen. Kunden können Vorlagen auf der Grundlage bestimmter Attribute wie Maschinengruppen oder Serien erstellen. Diese Attribute dienen als Filterkriterien bei der Erstellung neuer Projekte und ermöglichen eine präzise und individuelle Vorlagenerstellung. Ob bestimmte Bearbeitungsmethoden, Maschinentypen oder Serien mit unterschiedlichen Bauteilgrößen - für jeden Maschinentyp können mehrere individuelle Vorlagen gespeichert werden.

Das
effiziente Auffinden der richtigen Vorlagen wird durch Filteroptionen wie Maschinengruppe, Serie, Größe oder Standort erleichtert. Das ist ein großer Vorteil für strukturiertes und organisiertes Arbeiten, vor allem wenn du mit einer großen Anzahl von Vorlagen - oft mehr als 200 - arbeitest. Darüber hinaus bietet CE-CON die Möglichkeit, Vorlagen für bestimmte Bauteiltypen zu erstellen, z. B. für Automatisierung, Bearbeitungsverfahren, elektrische Ausrüstung oder Hydrauliksysteme, einschließlich der jeweiligen Sicherheitsanforderungen.

Varianten hinterlegen – für konkrete Vorschläge in der Risikobeurteilung

In den CE-CON Safety-Vorlagenprodukten ist es jetzt möglich, Komponenten als "Aktiviert" oder "Deaktiviert" zu kennzeichnen. Wenn ein spezifisches Produkt aus einer Produktvorlage erstellt wird, werden diese Komponenten mit ihrem jeweiligen Status übernommen. Das bedeutet, dass deaktivierte Komponenten zwar kopiert werden, aber keinen Einfluss auf die Risikobewertung haben.

Eine weitere nützliche Funktion ist, dass CE-CON Safety beim Erstellen eines neuen Bauteils auf der Grundlage einer Vorlage automatisch die entsprechenden Vorlagenteile für diese spezifische Position anzeigt. So können verschiedene Varianten für die Gefährdungsbeurteilung in den Vorlagenprodukten gespeichert werden. Die Nutzer können ganz einfach zwischen diesen Varianten wechseln, ohne aus der gesamten Liste der Bauteilvorlagen wählen zu müssen. Sie erhalten sofort präzise Vorschläge, die auf den bereits für die Produktvorlage festgelegten Standards basieren. So können die Nutzer/innen die für ihre Gefährdungsbeurteilung am besten geeignete Variante aktivieren und verwenden.

 

Mit Regelwerken für Risikobeurteilung komplexe Logiken abbilden

CE-CON Safety verwendet einen fortschrittlichen Rahmen für die Risikobewertung, der eine strukturierte Tabelle verwendet, die Entscheidungen nach dem bewährten Wenn-Dann-Prinzip trifft. Dieses logische System ermöglicht die Definition komplexer Zusammenhänge, wie z. B. die Kompatibilität verschiedener Komponententypen, Ausschlusskriterien und die erforderlichen Maßnahmen nach bestimmten Normen. So kann z.B. festgelegt werden, dass bei der Verwendung des Bauteiltyps A, der Typ B ausgeschlossen ist und der Typ Z immer verwendet werden muss.
Diese ausgeklügelte Logik kann auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kunden zugeschnitten werden und steht allen Nutzern der Software zur Verfügung, ohne dass umfangreiche Kenntnisse über die Zusammenhänge von Komponenten erforderlich sind.

Betrachten wir zur Veranschaulichung ein praktisches Beispiel:
Wenn das Standardverfahren der Nassbearbeitung durch die Trockenbearbeitung ersetzt wird, prüft das Regelwerk, ob es für die jeweilige Serie oder Maschinentechnologie spezifische Regeln gibt. Es stellt fest, was ausgeschlossen und was erlaubt ist, und weist auf Fehler oder unerfüllte Bedingungen in den Prüfergebnissen hin.

Hinter der Regelwerk-Funktion für die Risikobeurteilung stecken Tabellen, die nach dem Wenn-Dann-Prinzip komplexe Logiken und Abhängigkeiten abbilden können.

 

Risikobeurteilung leichter erstellen: Expertenwissen mit Regelwerken in der Breite anwendbar machen

Die Standards von CE-CON Safety machen bisher isoliertes Fachwissen, das nur einigen wenigen Mitarbeitern zugänglich war, nun für alle am Prozess der Gefährdungsbeurteilung beteiligten Nutzer leicht zugänglich. Oft haben nur wenige an der Gefährdungsbeurteilung beteiligte Personen einen umfassenden Überblick. Das Fachwissen, sei es in Bereichen wie Hydraulik, Steuerungstechnik oder mechanische Gefährdungen, ist oft verteilt auf mehrere Köpfe.

Durch die Formalisierung und Integration dieses Wissens in die Standards von CE-CON Safety wird es möglich, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und anzuwenden - zum Beispiel, wie verschiedene Komponenten zusammenwirken und wann sie aktiviert werden müssen. Diese Vorlagen wurden von Fachleuten geprüft und genehmigt. Die Software leitet die Nutzer/innen an, hebt bestimmte Details hervor und stellt sicher, dass das Fachwissen richtig angewendet wird. Für die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung reichen also Grundkenntnisse aus, da CE-CON Safety mit seinen Standards das erforderliche Fachwissen bereitstellt.

Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Risikobeurteilung, Software CE-CON Safety

Was macht Entgelttransparenz mit einem Betrieb?

Erstellt von Maren Handwerk am 23.10.23 11:39

Ein faires Gehaltsmodell, das alle Beschäftigten mittragen – mit diesem Anspruch will der Bremer Zertifizierungsdienstleister CE-CON im Wettbewerb um Fachkräfte punkten. Wie das funktioniert, das erklärt Unternehmerin Maren Handwerk im Gespräch mit Staatsrat Kai Stührenberg.

Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Über CE-CON

Lebensmittelindustrie: Sichere Maschinen mit Hygienic Design

Erstellt von Jörn Henneke am 17.10.23 11:50

Maschinensicherheit minimiert das Verletzungsrisiko für Beschäftigte und erhöht die Arbeitssicherheit, so dass Unfälle vermieden werden können.

Die Maschinenrichtlinie Anhang I, Unterpunkt 2.1. verlangt, dass Maschinen, Bauteile und Komponenten für Lebensmittel so konstruiert und gebaut werden müssen, dass kein Risiko von Infektion, Krankheit und Ansteckung für Konsumenten aus ihnen hervorgeht. Ähnliches gilt für die neue Maschinenverordnung, die die Maschinenrichtlinie ablösen wird.

Sichere Lebensmittel benötigen zunächst einmal sichere Rohstoffe, sonst ist das Endprodukt nicht sicher. Darüber hinaus dürfen die Maschinen, die die Zutaten und Rohstoffe verarbeiten und das Lebensmittel herstellen, das Produkt nicht negativ beeinflussen: Es darf keine Kontamination stattfinden. 

Ein zentraler Faktor bei der Konstruktion von Maschinen für den Lebensmittelbereich ist ihre Reinigbarkeit. Die dafür notwendige reinigungsgerechte Gestaltung von Bauteilen, Komponenten und Produktionsanlagen wird durch Hygienic Design (hygienisches Design) bei Planung und Bau erreicht. Hygienic Design reguliert zum Beispiel die eingesetzten Materialien und ihre Verbindungen, die Fertigungsverfahren genauso wie Oberflächenbeschichtungen und die Formgebung von Maschinen, Komponenten und Teilen.

Weiterlesen
0 Kommentare Zu den Kommentaren

Themen: Arbeitssicherheit, Risikobeurteilung, Maschinenrichtlinie, Richtlinien und Normen

Jetzt den Blog-Newsletter abonnieren!