Der Fachblog für CE-Kennzeichnung

Die digitale Betriebsbegehung als Chance in der Krise

Erstellt von Laura Heissenbüttel am 16.04.20 10:20

Das Thema COVID-19 ist in aller Munde. Es beeinflusst den Alltag, das Bildungssystem, die Wirtschaft und natürlich ist auch die Arbeitswelt betroffen. Viele Berufsgruppen können ihrer Arbeit gar nicht mehr nachkommen, andere sind überlastet aufgrund von Mehrarbeit und wieder andere sind von Kurzarbeit betroffen. Auch das Thema Home-Office ist präsenter denn je. Um sich der Situation anzupassen, müssen an vielen Stellen die Arbeitsabläufe umgedacht und angepasst werden. So auch bei uns. Deshalb möchten wir, die CE-CON GmbH, einen Einblick in unseren Arbeitsalltag geben und zeigen, wie wir die Situation nutzen, um die Digitalisierung in unserem Unternehmen voran zu bringen.

Mitarbeiter bei der digitalen BetriebsbegehungQuelle: Gorodenkoff/stock.adobe.com

Bei der CE-CON verläuft die Arbeit auf den ersten Blick noch weitestgehend normal. Viele Kollegen sind im Home-Office, andere wenige fahren weiterhin ins Büro. Doch natürlich merken auch wir, wie sich die derzeitige Lage auf unsere Arbeit auswirkt. Besonders unser Kerngeschäft, die Beratung rund um die Maschinensicherheit und die CE-Kennzeichnung, ist von der Situation betroffen. Doch für uns und vor allem auch unsere Kunden, von denen viele die aktuelle Situation für Umbauten und Instandhaltungsmaßnahmen nutzen, muss die Arbeit weiter gehen. „Aufgrund der derzeitigen, weltweiten Situation und den damit verbunden Kontaktbeschränkungen mussten wir reagieren, um unseren Kunden und den damit verbundenen Aufträgen trotzdem gerecht zu werden und mit der Abarbeitung zu starten.“, sagt Patrik Denker. Er ist Berater bei der CE-CON GmbH und kann seiner Arbeit nicht mehr wie gewohnt nachgehen. „Es ist derzeit schwierig, den direkten Kundenkontakt zu pflegen und Vor-Ort Termine für die Bestandsaufnahmen zu Projekten durchzuführen. Dadurch entstehen im Vertrieb und bei Beratungsleistungen im Projektgeschäft gewisse Engpässe durch fehlende Vor-Ort Termine, die wir anderweitig umsetzen müssen.“

Frei nach dem Motto „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.“, wurde kurzerhand umgedacht. „Wir versuchen, unsere Kundentermine auf Online-Meetings umzustellen, was bis jetzt auch sehr gut funktioniert, da auch viele unserer Kunden diese Lösung für sich entdeckt haben.“ Und auch für die CE-CON Mitarbeiter ist das keine neue Situation. „Man muss dazu sagen, dass wir vorher schon sehr gut Online vernetzt gewesen sind und schon sehr viele Tools nutzen, die uns diese Alternativen ermöglichen. Das Thema war für uns also nicht ganz neu.“

Die direkte Kommunikation durch ein Online-Meeting zu ersetzen ist also die erste Maßnahme, die unseren Beratern die Arbeit weiterhin ermöglicht. Doch wie können wir noch einen Schritt weiter gehen? Schließlich geht es ja eigentlich um die Maschinen und Anlagen unserer Kunden. Das Stichwort heißt „digitale Betriebsbegehung“. Der Kunde nimmt dabei die Begehung der zu betrachtenden Maschine oder Anlage selbst vor. Unsere Berater sind per Online-Tool zugeschaltet und können die Anlage betrachten und dem Kunden Anweisungen geben. In der Praxis wurde dieses Vorgehen bereits erfolgreich bei einem Kunden umgesetzt. „Wir haben vorab mit unserem Ansprechpartner besprochen, was uns bei der Begehung wichtig ist und ob das aus seiner Sicht möglich wäre.“, erklärt Herr Denker. „Wir haben ihn dann durch die bzw. auf die Anlage geschickt und er hat uns Step-by-Step den ganzen Prozessablauf anhand der dort vorhandenen Komponenten erklären können. Wir konnten bei dieser Begehung auch direkt Mängel entdecken, die wir Ihm gleich aufzeigen konnten.“

digitale Betriebsbegehung mit einem Online-ToolWas einfach klingt, war in der Umsetzung jedoch auch mit einigen Schwierigkeiten verbunden. „Für eine Online-Begehung ist tendenziell mehr Zeit zu veranschlagen, da es aufgrund der Technik und dem beschränkten Sichtbereich mehr Aufwand bedeuten kann, um eine komplette Maschine zu erfassen.“ Auch die Wahl des Online-Tools sollte durchdacht sein. Es sollte die Möglichkeit bestehen, die Begehung aufzuzeichnen, um auch im Nachhinein die Maschine zu betrachten und mögliche Sicherheitsmängel festgestellt werden können. Auch eine leichte Handhabung des Tools für den Kunden ist wichtig, damit dieser möglichst wenig Einarbeitung benötigt und schnell mit der Begehung beginnen kann.

Zwar ist die digitale Begehung der Maschine mit Mehraufwand verbunden, andererseits spart sie auch Ressourcen. Da der Berater nicht zum Vor-Ort-Termin fahren muss, entfallen für den Kunde die Kosten für die Anfahrt, der Berater spart sich die Anfahrtszeit und die Umwelt wird durch die gesparten Abgasemissionen entlastet.

Nachdem unsere Berater die digitale Begehung einer Maschine bereits erfolgreich getestet haben, stellt sich die Frage, ob sich die digitale Bestandsaufnahme vielleicht auch nach COVID-19 in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Patrik Denker sieht hier durchaus Potenzial: „Mein Fazit dazu ist, dass man die Alternative der Online-Begehung gut nutzen kann, wenn etwas schnell durchgeführt werden muss oder der Weg zum Kunden zu weit wäre, um die Bestandsaufnahme in der Kürze der Zeit zu realisieren.“

Wir haben also aus der Not eine Tugend gemacht und unsere Arbeitsvorgänge der Situation angepasst. In Sachen Digitalisierung konnten wir in unserem Unternehmen einen weiteren großen Schritt vorangehen. Dies gilt auch für einen weiteren Geschäftsbereich der CE-CON: die Schulungen im Bereich Maschinensicherheit und CE-Kennzeichnung. Wir haben die Online-Academy ins Leben gerufen, um unseren Kunden auch weiterhin die eigene Weiterbildung zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Online-Academy präsentieren wir am 22. April 2020 um 10 Uhr den kostenlosen Online-Vortrag „Ganzheitliche Betrachtung der Risikobeurteilung“. Melden Sie sich jetzt an!

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Themen: Software, Digitalisierung

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